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Das Deutsch-Französische Blasmusikfest im Jenaer Paradies

Blasmusiker wollen alte Paradiesfeste neu beleben

11. und 12.06.2005


(OTZ/Groß) Ein Hauch von den einstigen Paradiesfesten soll über der Rasenmühleninsel wehen, wenn am Wochenende des 11. und 12. ein großes Blasmusikfest Jung und Alt einladen möchte. "Ja, vielleicht kann dieses Fest sogar die Idee der früher so beliebten Paradiesfeste neu beleben" meinen Günter Müller Hipper, Chef des Schott-Blasorchesters, und auch Steffen Bernhardt, Chef des F-Hauses.
Beide wollen an jenem Wochenende mit fürs künstlerisch-organisatorische und fürs gastronomische Gelingen (gemeinsam mit der "Noll") sorgen. Und beide können sich gut vorstellen, dass es nächstes Jahr eine Neuauflage dieses Blasmusikfestes geben könnte. Dann mitten im Deutsch-Französischen Jahr als weitere Bereicherung zu den vielen Veranstaltungen, mit denen das Jubiläum der Schlacht von 1806 gewürdigt wird.
Eine Idee, die auch Wolfgang Meyer, Chef des Jenaer Schott-Unternehmens und Schirmherr des Blasmusikfestes, gut findet. Auf sein Orchester hält er nicht nur als Hauptsponsor große Stücke und hofft wie all die anderen Beteiligten auf gutes Wetter und wenigstens 2000 Besucher an jenem Wochenende.
"Es war schon immer ein Traum, einmal ein großes Fest von Blasorchestern in Jena zu organisieren. Da erhielten wir von Jena-Kultur ein solches Angebot und waren natürlich gleich mit Begeisterung dabei", sagt Müller Hipper. In Carsten Müller, der für den Eigenbetrieb "Jena-Kultur" die Veranstaltungen zum 200. Jahrestag der Schlacht bei Jena koordiniert, fand er einen Verbündeten. Bei Jena-Kultur sieht man das Blasmusikfest als einen guten Beitrag für eine grosse Bandbreite von deutsch-französischen Begegnungen.
Das "orchestre d'harmonie de tarare" aus Frankreich gewann Müller Hipper über private Kontakte seiner Musiker für das Fest. Ursprünglich hatte man ein Blasorchester an der Angel, dessen Tradition in ein Regiment von 1806 zurückreicht. Diese Musiker wären sogar in historischen Uniformen nach Jena gekommen. Dann aber klappte es mit dem Termin nicht. Vielleicht aber, so Müller Hipper, wird es 2006. Jetzt aber freue man sich erst mal auf die Musiker aus Tarare.
Der Kartenvorverkauf läuft bereits in der Tourist-Information und bei City-Tours. Dass am 11. Juni auch eine Veranstaltung rechtsradikaler Kräfte im Stadtzentrum stattfinden soll (bislang aber verboten), sehen die Organisatoren zwar nicht ohne Sorgen. Dennoch vetrauen sie darauf, dass an jenem Wochenende viele Jenaer und Gäste den Weg ins Paradies finden werden.
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